Co-Abhängigkeit

Zu Beginn einer Abhängigkeit, sei es Alkohol, eine Droge oder Spielsucht, bewegen sich die Betroffenen meist noch in ihrem gewohnten Umfeld. Es gibt also nicht nur die abhängige Person, sondern auch deren Familie, den engen Freundeskreis und allen voran den Partner. Zu Beginn bietet dieses Umfeld oft Hilfe an, empfiehlt Therapien oder vereinbart sogar Termine, um dem nahestehenden Abhängigen beizustehen. Doch ist die Sucht zu stark und das Eingreifen bleibt ohne Erfolg, verfallen viele Angehörige mit der Zeit in eine Co-Abhängigkeit.

Was passiert bei einer Co-Abhängigkeit?
Grob gefasst würde ich es so formulieren: Bei einer Co-Abhängigkeit geht es um zwei Personen, wobei die eine unter einer Abhängigkeit leidet und die zweite diese Abhängigkeit unterstützt – auch wenn sie selbst ebenfalls mitleidet. Es muss sich dabei nicht immer um die weitläufig bekannten Süchte wie z.B. Alkoholmissbrauch handeln. Dort ist es offensichtlich: Wer seinen Partner während des Rauschs pflegt, ihn mit Ausreden oder Alibis versorgt, oder aber einfach nicht eingreift, unterstützt damit die Sucht – wenn auch nur aus Liebe. Auch bei einer emotionalen Abhängigkeit kann der Partner Co-abhängig werden und die Aufmerksamkeit in der Beziehung vielleicht sogar als angenehm empfinden. Es ist leicht die Gefahr, die bei solchen (Co-)Abhängigkeiten mitschwingt zu verkennen.

Helfen Sie sich selbst
Wird die Co-Abhängigkeit hingenommen, ist keinem der beiden Partner geholfen. Der Abhängige wird nicht mit seinen Mustern brechen, so lange er auf Unterstützung oder zumindest nicht auf konsequente Gegenwehr stößt. Und die Co-abhängige Person wird all ihre Kraft und ihr Wohlergehen opfern, bis sie selbst nicht mehr kann.
Befinden Sie sich selbst in einem solchen Verhältnis, stehe ich Ihnen als erfahrene Therapeutin zur Seite. Schon ein erstes Gespräch kann Ihnen dabei Möglichkeiten aufzeigen, wie Sie sich selbst und auch Ihrem Partner wirklich helfen können – statt die ewige Abwärtsspirale beizubehalten.